PD Dr. Matthias Deuschle

PD Dr. Matthias Deuschle

Seit April 2020 Studienleiter am Albrecht-Bengel-Haus, Pfarrer der württembergischen Landeskirche und Privatdozent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, verheiratet mit Friederike, die ebenfalls Pfarrerin ist, und Vater von zwei Söhnen und zwei Töchtern.

VITA
1970 geboren und in Esslingen am Neckar aufgewachsen, nach zwei Semestern Jurastudium Wechsel zur Theologie, studierte in Tübingen und Göttingen. Prägende theologische Lehrer waren Oswald Bayer, Peter Stuhlmacher, Rainer Riesner, Hartmut Gese, Hans-Jürgen Hermisson, Jörg Baur und vor allem Dorothea Wendebourg.
Nach dem ersten theologischen Examen Vikar in Nürtingen-Neckarhausen, danach landeskirchlicher Assistent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen an den Lehrstühlen von Prof. Wendebourg und Prof. Jüngel, Elternzeit und anschließend Assistent an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Lehrstuhl Wendebourg), 2004 ebendort mit einer Arbeit über den württembergischen Reformator Johannes Brenz promoviert, 2010 Habilitation im Fach Kirchengeschichte, seit 2011 Pfarrer in Stellenteilung in Herrenberg-Kuppingen, 2018 Umhabilitation, seither Privatdozent in Tübingen. Darüber hinaus Lehrtätigkeiten an der CVJM-Hochschule in Kassel (2014) und an der Missionsschule Unterweissach (2018-2020), seit dem 1. April 2020 mit 50% am Albrecht-Bengel-Haus.

Wofür mein theologisches Herz schlägt
Mein theologisches Herz schlägt dort, wo Glaube gelebt und in Freude und Leid miteinander geteilt wird, sei es in der Gemeinde, in der ich sehr gerne mitarbeite, oder in der Geschichte der Kirche. Die Kirchengeschichte fasziniert mich, weil dort das pralle Leben begegnet, fast alle relevanten Fragen schon einmal gestellt wurden und man auch den Schattenseiten nicht ausweichen kann. Mein theologisches Herz schlägt höher, wenn offen und ehrlich miteinander diskutiert wird, man keine Masken dabei tragen muss und Wahrheit und Liebe Hand in Hand gehen, und es schlägt schneller, wenn ich in aller Ruhe über meinen Büchern und Quellen sitzen darf und Anteil an dem Gedankenreichtum anderer bekomme.
Neben der Theologie verbringe ich gerne Zeit mit der Familie, am liebsten im Urlaub mit dem Zelt, liebe die Musik und das Fotografieren.

Themenschwerpunkte
Neben der Kirchengeschichte beschäftigen mich auch Fragen der Systematischen Theologie und Themen des Neuen Testaments. In der Kirchengeschichte liegt mein Schwerpunkt auf der Neuzeit, die für mich mit der Reformation beginnt.

Veröffentlichungen
Drei exemplarische Titel aus unterschiedlichen Bereichen:
•    Brenz als Kontroverstheologe. Die Apologie der Confessio Virtembergica und die Ausei-nandersetzung zwischen Johannes Brenz und Pedro de Soto, BHTh 138, Tübingen 2006.
•    Erweckung und Politik. Zur preußischen Religionspolitik unter Friedrich Wilhelm III., in: ZThK 106 (2009), 79–117.
•    Württemberg und die EKD in den 1970er Jahren, in: A. Stegmann (Hg.), Die Evangelische Kirche in Deutschland in den 1970er Jahren. Beiträge zum 100. Geburtstag von Helmut Class, Leipzig 2015, 361–384.